#corontent: Wie geht es dir, Sarah Gläsner?

Sarah Glaesner

Sarah hat letztes Jahr ihren Job gekündigt und plant gerade ihre neue Existenz in der Selbständigkeit. Sie betreibt einen Blog auf satisgreen.com und schreibt vor allem über ihre Lieblingsthemen Nachhaltigkeit, Minimalismus und Zero Waste.

1. Wie geht es dir?

Meine Stimmung schwankt momentan sehr. Eigentlich ist es ein sehr schönes Gefühl, grade nach dem eigenen Bio-Rhythmus leben zu dürfen. Allerdings hat die aktuelle Situation meinen Start in die Selbstständigkeit sehr durcheinandergewirbelt. Vieles, was ich geplant hatte, kann nicht mehr genauso umgesetzt werden. Es gab ein gutes Zeitfenster für mein Business und Corona hat dieses Fenster mit einem Knall zugeschmettert. Diese Situation ist frustrierend, nochmal zurückzugehen und neu zu planen und manchmal spüre ich den Druck fast wie ein Gewicht auf meinen Schultern. Auf der anderen Seite bin ich in der glücklichen Lage, finanziell soweit Rücklagen zu haben, dass ich erst mal damit auskomme und mich in Ruhe neu sortieren kann. Ein aufregender aber auch anstrengender Gefühlsmix grade.

2. Was tust du gegen Lagerkoller?

Rausgehen! zum Glück scheint aktuell ja die Sonne und ich kann mich daher aufs Fahrrad setzen und einfach mal eine Stunden entlang der Saar den Kopf frei radeln. Ansonsten teilen Danny, mein (zukünftiger) Mann, und ich uns die Räume in der Wohnung auf. So sitzen wir uns nicht permanent direkt auf der Pelle, was uns beiden glaube ich irgendwann auf die Nerven gehen würde. Klar machen wir aktuell viel gemeinsam, da wir beide zu Hause sind. Aber an manchen Tagen sehen und reden wir uns nur zu den Mahlzeiten und ansonsten macht jeder sein eigenes Ding.

3. Hast du Lese-/Ankuck-/Anhörtipps?

Ich versuche ja dieses Jahr vorwiegend Bücher von Frauen zu lesen. Leider ist das etwas ins Stocken geraten, da die Bibliothek aktuell geschlossen ist.

Von den Büchern die ich dieses Jahr schon gelesen habe, kann ich auf jeden Fall “Americanah” von Chimamanda Ngozi Adichie und “Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten” von Alice Hasters empfehlen.  Wer Urban Fantasy mag, dem kann ich auch “Zoo City” von Lauren Beukes empfehlen, dieses Buch hab ich verschlungen, weil ich es so mochte.

Tipps zum Angucken zu geben ist bei mir etwas schwierig, da ich letztes Jahr diverse Streamingdienste gekündigt habe, um mehr Zeit zum Lesen zu schaffen. (Haha). Aus Ermangelung an Büchern haben Danny und ich dann die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender durchforstet. Wenn du nur was brauchst, um abends den Kopf abzuschalten kann ich bei ARD den Tatort und den Polizeiruf 110 empfehlen. (Der Polizeiruf aus Rostock und der aus Brandenburg hat die besten Ermittlerduos).

Ansonsten findet sich bei Arte der ein oder andere gute Film (oft auch mal ein guter alter Film) und viele gute Dokus. 3Sat hat auch jede Menge Dokus zu bieten, die haben auch ein großes Themengebiet im Bereich Nachhaltigkeit und Klimawandel. Auch bei ZDF sind manchmal gute Filme dabei.

Ansonsten finde ich TED-Talks super spannend. Die gibt´s bei YouTube zu den verschiedensten Themen.


Artikelfoto von Stella Costa